Das von der DFG geförderte wissenschaftliche Netzwerk „Verbunden in Gott. Transformationen der Mensch-Tier-Beziehungen in interreligiöser Perspektive“ (TTIR: TierTheologie InterReligiös) untersucht, welche Beiträge die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam zum Wandel des Mensch-Tier-Verhältnisses leisten können. Das wissenschaftliche Netzwerk verfügt nun über eine eigene Website, auf der die Netzwerkgruppe sowie das Projekt fortlaufend vorgestellt werden. Neben der Vorstellung des Projekts und seiner Mitglieder finden sich dort auch die Berichte zu den mehrtägigen Arbeitstreffen, die sich verschiedenen Schwerpunktthemen im Bereich der Gott-Mensch-Tier-Beziehungen widmen.
Zum 1. Juli gründet die Universität Münster eine Islamisch-Theologische Fakultät. Welche Beweggründe stecken dahinter und wie fällt die internationale Resonanz aus? Diese und weitere Fragen bespricht Moderatorin Lena Zils mit Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels und Gründungsdekan Prof. Dr. Mouhanad Khorchide.
Thema: Göttliche Ordnung? Zur Diskussion um binäre Geschlechterkonstruktionen und Perspektiven für die Islamische Theologie
Am 21. und 22. Mai 2026 fand in Münster der Roundtable „Islamisch-Theologische Genderforschung“ zum Thema „Göttliche Ordnung? Zur Diskussion um binäre Geschlechterkonstruktionen und Perspektiven für die Islamische Theologie“ statt. Die Veranstaltung brachte Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen theologischen und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen zusammen, um aktuelle Fragestellungen der Genderforschung im Kontext islamisch-theologischer Reflexionen interdisziplinär zu diskutieren.
1. Juni 2026 | 18:15–20:00 Uhr | online via Zoom !
Fragen nach Religion, Geschlecht, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenleben gehören heute zu den zentralen Herausforderungen pluraler Gesellschaften. Besonders im Kontext Bosniens und Herzegowinas, einer Gesellschaft geprägt von religiöser Vielfalt, Transformationsprozessen und interkulturellen Erfahrungen, entstehen spannende Perspektiven auf Genderrollen, Glauben und gesellschaftliche Verantwortung. Der Vortrag eröffnet Einblicke in aktuelle Diskussionen darüber, wie religiöse Traditionen konstruktiv mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechten und friedlichem Zusammenleben umgehen können.
Prof. Dr. Zilka Spahić Šiljak gehört international zu den profiliertesten Stimmen im Bereich Gender- und Religionsforschung. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Religion, Politik, Menschenrechten, Bildung und Friedensarbeit. Sie ist Academic Director des University Gender Resource Centre (UNIGeRC) an der Universität Sarajevo sowie Direktorin der TPO Foundation Sarajevo. Durch zahlreiche internationale Forschungs- und Bildungsprojekte leistet sie wichtige Beiträge zu Gendergerechtigkeit, interkultureller Kompetenz und Peacebuilding.
Aktueller Hinweis: Die Veranstaltung findet online via Zoom statt.
Vom 6. bis 8. Mai 2026 fand am Stiftungssitz der Udo-Keller-Stiftung in Neversdorf das Nachwuchssymposium „Posthumanismus und Theologie“ statt. Organisiert wurde es von der Forschungsstelle „Theologie der Künstlichen Intelligenz“ (FSTKI) am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster, die von Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi geleitet wird. Teilgenommen haben Studierende der Islamischen Theologie der Universität Münster.
Im Mittelpunkt standen Grundfragen des posthumanistischen Denkens und ihre Bedeutung für die islamische Theologie. In gemeinsamen Lektüren, Gruppenarbeiten, Präsentationen und offenen Diskussionen setzten sich die Teilnehmenden mit Menschenbild, Technik, Körperlichkeit, Bewusstsein, Endlichkeit und theologischer Anthropologie auseinander.
Das Symposium verband wissenschaftliche Reflexion mit kreativen Arbeitsformen und bot den Studierenden Raum, eigene Thesen zu entwickeln, kritisch zu diskutieren und Perspektiven für eine theologische Auseinandersetzung mit Posthumanismus und Künstlicher Intelligenz zu formulieren.
Wie wird Gewalt für Männer funktional? Welche Rolle spielen Zugehörigkeit, Status, Kränkung oder digitale Anerkennungsräume? Wie wirken Religion, Rassismuserfahrungen und gesellschaftliche Machtverhältnisse dabei mit? Und welche Dynamiken zeigen sich in der Gewaltberatung?
Das Panel diskutiert Gewalt nicht nur aus der Perspektive individuellen Fehlverhaltens, sondern als sozial erlerntes und kulturell gestütztes Muster. Im Zentrum steht die Frage, wie Männlichkeitsnormen Gewalt stabilisieren – und warum sie zugleich veränderbar sind.
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Islamische Theologie und Professor für Islamische Religionspädagogik, Universität Münster. Andreas Moorkamp, Diplom-Pädagoge, ausgebildeter Gewaltberater und Fachreferent Täterarbeit beim SKM Bundesverband. Sibylle Schreiber, Geschäftsführerin Frauenhauskoordinierung e. V. Dr. Alexander Yendell, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) / Universität Leipzig