Nachrichten-Archiv von 2024

2. Oktober 2024 | Münster (upm)
2. Oktober 2024 | Münster (upm)
© Uni MS

"Am Ende ist entscheidend, wie der Mensch KI einsetzt"

Physiker Oliver Kamps über künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit / „Campus Earth“ am 8. November

Der dritte Nachhaltigkeitstag „Campus Earth“ der Universität Münster am 8. November findet unter dem Titel „Mit KI auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft“ statt. Christina Hoppenbrock fragte aus diesem Anlass den Physiker Dr. Oliver Kamps, wie künstliche Intelligenz (KI) helfen kann, Ressourcen zu schonen, und vor welche Herausforderungen sie die Menschen stellt. Oliver Kamps gehört dem Leitungsteam des Lehrprogramms „InterKI“ an der Universität Münster an und diskutiert als Podiumsgast zum Thema „Das Unbehagen mit der KI“ beim Nachhaltigkeitstag.

2. Oktober 2024 | Münster (upm/ch)
2. Oktober 2024 | Münster (upm/ch)
Die Physikdoktoranden Philipp Schulte, Johannes Pirsch, Richard Salomon, Richard von Eckardstein und Justus Kuhlmann (v. l.) gehören zum Astroseminar-Team 2024.
© Montage: Uni MS - Johannes Wulf/ NASA/JPL/California Institute of Technology

Das Astroseminar findet zum 25. Mal statt

Das Astroseminar findet am 18. und 19. Oktober zum 25. Mal statt / Vortrag von Harald Lesch

Dass aus einer Runde mit einer Handvoll Studierenden eine Veranstaltung mit mehr als 300 Gästen wird, hätte im Jahr 2000 niemand gedacht. Damals hielt Dr. Peter Biermann, Professor an der Universität Bonn und Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Radioastronomie, bei den „Münsterschen Kolloquien“ einen Vortrag über Astrophysik. An jenem Abend diskutierten einige der Studierenden mit ihm und Prof. Dr. Elmar Jessberger vom Institut für Planetologie der Universität Münster in kleiner Runde noch lange weiter – und ahnten nicht, dass dieser Moment die Geburtsstunde des Astroseminars war.

17. September 2024
17. September 2024
Das CERN feiert Geburtstag. Anlass genug, um im LWL-Planetarium Münster zahlreiche Aktionen anzubieten.
© CERN

70 Jahre CERN: Die Universität Münster feiert mit

Das Kernforschungszentrum CERN bei Genf wird 70 Jahre alt. Diesen runden Geburtstag feiert die Universität Münster, die seit mehr als 40 Jahren an der Forschung im CERN beteiligt ist, am 21. September mit einem Aktionstag im LWL-Planetarium.

22. August 2024 | Münster (upm/ch)
22. August 2024 | Münster (upm/ch)
Nach dem Postdoktorat in Spanien ist Dr. Iris Niehues als Juniorprofessorin zurück an ihrer Heimat-Uni in Münster.
© Uni MS - Johannes Wulf

Iris Niehues kehrt aus Spanien an ihre Heimat-Uni zurück

NRW-Rückkehrerin hat eine Nachwuchsgruppe am Fachbereich Physik gegründet

Wenn man ein Material Schicht für Schicht so weit abgetragen hat, dass nur noch ein Hauch übrig ist – im Idealfall eine einzige, zweidimensionale Lage aus Atomen –, wird es für Juniorprofessorin Dr. Iris Niehues spannend. Die dünnsten Materialien, die es gibt, haben besondere optische Eigenschaften, die sie für einen möglichen Einsatz in Quantencomputern interessant machen. Sie faszinieren die Physikerin seit ihrer Masterarbeit. „Ich bin ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, die optischen Eigenschaften zu manipulieren und die grundlegenden Wechselwirkungen in Nanosystemen zu verstehen. Damit möchte ich sie für technische Bauelemente nutzbar machen“, fasst sie ihre Motivation zusammen.

24. Juli 2024 | Münster (upm/ch)
24. Juli 2024 | Münster (upm/ch)
Dr. Nihit Saigal (Erstautor der Studie) wählt aus einer Kristallprobe bei mikroskopischer Betrachtung eine ultradünne Schicht zur weiteren Bearbeitung aus.
© Uni MS - Peter Leßmann

Forscher steuern elektronische Eigenschaften von Moiré-Kristallen

Team um Ursula Wurstbauer weist erstmals kollektives Verhalten von Elektronen in zweidimensionalen Kristallen nach

Macht man ein Material dünn und immer dünner, macht es ab einem gewissen Punkt eine scheinbar wundersame Verwandlung durch: Ein zweidimensionales Material, das aus nur einer oder zwei Kristallagen besteht, hat zum Teil andere Eigenschaften als dasselbe Material, wenn es dicker ist. Ein Forschungsteam um die Physikerin Prof. Dr. Ursula Wurstbauer von der Universität Münster untersucht, wie man die Eigenschaften zweidimensionaler Kristalle so steuern kann, dass sie sich zum Beispiel wie ein Isolator, ein elektrischer Leiter, ein Supraleiter oder ein Ferromagnet verhalten.

22. Juli 2024 | Münster (upm/hd)
22. Juli 2024 | Münster (upm/hd)
In seiner herausragenden Masterarbeit beschäftigte sich Jan Bieling mit der experimentellen Charakterisierung einer Magnetit-Oberfläche.
© privat

Herausragende Masterarbeit am Fachbereich Physik ausgezeichnet

Jan Bieling erhält den „Infineon-Master-Award“ 2024

Für seine herausragende Masterarbeit zur experimentellen Charakterisierung einer Magnetit-Oberfläche hinsichtlich Kristallstruktur, Magnetismus und Elektronenstruktur hat Jan Bieling den mit 2.000 Euro dotierten „Infineon-Master-Award“ erhalten. Den Preis verleiht der Fachbereich Physik der Universität Münster mit der Infineon Technologies AG für die beste Masterarbeit eines Jahres. Die Verleihung fand während der Promotionsfeier des Fachbereichs Physik statt.

17. Juli 2024 | Münster (upm/anb)
17. Juli 2024 | Münster (upm/anb)
Zwei Studierende tauschen sich während des geophysikalischen Aktionsprogramms auf einer Messe mit einem Unternehmen über Drohnentechnik aus.
© Malte Hömberg

Planen, planen, tagen

Junges Geophysik-Team organisierte internationale Tagung

Für viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehört es zu ihrem Job, Tagungen oder Netzwerktreffen zu organisieren. Studierende oder Doktoranden hingegen stehen selten vor einer solchen Aufgabe. Trotz fehlender Routine haben sich die Promovendin Hannah Treppke sowie die Studenten Jan Schwarte und Moritz Wendel vom Institut für Geophysik einer solchen Herausforderung angenommen und die Tagung „Geophysikalisches Aktionsprogramm“ (GAP) 2024 organisiert.

17. Juli 2024 | Münster (upm/ch)
17. Juli 2024 | Münster (upm/ch)
Fabian Schöttke im Physikalischen Institut an der Apparatur ROSE. Darin führt er die Spin-Experimente im Ultrahochvakuum durch.
© Uni MS - Linus Peikenkamp

"Der Spin ist die Ursache für alle Formen von Magnetismus"

Physik-Doktorand Fabian Schöttke erklärt, was der Elektronen-Spin mit unserem Alltag zu tun hat

In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Markus Donath am Physikalischen Institut der Universität Münster erforscht Fabian Schöttke ein intuitiv kaum zugängliches Phänomen: den Spin von Elektronen. Warum der Spin im Alltag präsent ist und wie er helfen könnte, in elektronischen Anwendungen Energie zu sparen, erklärt der Doktorand im Interview mit Christina Hoppenbrock.

10. Juli 2024
10. Juli 2024
© XENON-Kollaboration

Erstmals Kernrückstoß-Signale von Sonnen-Neutrinos gemessen

Seit langem wurde vorhergesagt, dass Dunkle-Materie-Detektoren auch Sonnenneutrinos beobachten können. Nun ist der XENON-Kollaboration der Nachweis gelungen. Daran beteiligt war auch das Institut für Kernphysik der Universität Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Weinheimer. Sonnenneutrinos sind die leichtesten bekannten Elementarteilchen, sie entstehen in Kernprozessen im Sonneninneren. XENONnT, der weltweit empfindlichste Dunkle-Materie-Detektor, liegt unter der Erde in Italien.

2. Juli 2024 | Münster (upm/ch)
2. Juli 2024 | Münster (upm/ch)
Diese Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops zeigt eine Ansammlung von interstellarem Gas und Staub, mehr als 5.300 Lichtjahre von der Erde entfernt. Teleskope helfen dabei, die Entwicklungsgeschichte des Universums zu rekonstruieren.
© ESA/Hubble and NASA, J. Tan (Chalmers University and University of Virginia), R. Fedriani

Physiker Kai Schmitz gibt Einblicke in die Evolution des Universums

Physik Kai Schmitz gibt Einblicke in die Evolution des Universums und in Fragen der Kosmologie

Das Arbeitsgebiet von Prof. Dr. Kai Schmitz liegt an der Schnittstelle von Teilchenphysik und Kosmologie, sein Steckenpferd sind Gravitationswellen aus dem frühen Universum. Im Gespräch mit Christina Hoppenbrock gibt der Arbeitsgruppenleiter am Institut für Theoretische Physik Einblicke in die Evolution des Universums, in die Methoden der Forschung und in die noch ungeklärten Fragen der Kosmologie.

21. Juni 2024 | Münster (upm/Fraunhofer IOF)
21. Juni 2024 | Münster (upm/Fraunhofer IOF)
Gasleitnetzwerke, Stromtrassen und Kommunikationsnetzwerke sind durch Cyberangriffe bedroht. Das Forschungsteam nutzt daher Prinzipien der Quantenphysik, um sichere Kommunikationswege zu schaffen (Symbolfoto).
© peterschreiber.media - stock.adobe.com

Neues Projekt zum Schutz kritischer Infrastruktur gegen Cyberattacken

Verbundprojekt „MANTIS“ soll Hackerangriffe auf Gasleitnetzwerke und Co. mithilfe von Quantenverschlüsselung verhindern / Physiker der Universität Münster beteiligt

Gasleitnetzwerke, Stromtrassen und Kommunikationsnetzwerke sind aus dem Alltag nicht wegzudenken – umso problematischer ist ihre Bedrohung durch Cyberangriffe. Vor diesem Hintergrund startet nun das Forschungsprojekt „MANTIS“. Ziel ist es, diese kritischen Infrastrukturen mithilfe moderner Quantentechnologie vor Hackerangriffen zu schützen. An dem Verbundprojekt, das vom Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena geleitet wird, ist die Arbeitsgruppe von Quantenphysiker Prof. Dr. Carsten Schuck an der Universität Münster beteiligt. MANTIS wird mit einem Budget von gut fünf Millionen Euro umgesetzt. Davon fließen rund 1,1 Millionen Euro an die Arbeitsgruppe von Carsten Schuck. Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist bis 2027 angelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem Förderanteil von 86 Prozent unterstützt.

12. Juni | Münster (upm/jh/nor)
12. Juni | Münster (upm/jh/nor)
Dr. Line Næsborg und Prof. Dr. Kai Schmitz erhalten den Förderpreis der Universitätsgesellschaft Münster.
© privat / Uni MS - Peter Lessmann

Ehre für beachtliche Leistungen

Universitätsgesellschaft vergibt Förderpreis and Chemikerin und Physiker - zwei Portraits

Bedeutende Erkenntnisse, zahlreiche Publikationen und etliche Auszeichnungen: Die Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Line Næsborg und der Juniorprofessor Dr. Kai Schmitz haben in ihrer jungen Karriere bereits viel erreicht. Die Chemikerin forscht an einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Nutzung von Lichtenergie, der Teilchenphysiker widmet sich in seiner Arbeit den Gravitationswellen. Die Universitätsgesellschaft Münster e. V. verleiht beiden am 3. Juli den Förderpreis. Gäste sind ab 18 Uhr bei der Veranstaltung im Hause der VR Bank Westfalen-Lippe eG (Hafenplatz 2) willkommen und können sich unter anmeldung@universitaetsgesellschaft-muenster.de registrieren. Im Folgenden stellen wir beide Preisträger in kurzen Porträts vor.

8. Mai 2024 | Münster (upm)
8. Mai 2024 | Münster (upm)
Das Bundesforschungsministerium unterstützt erneut die Professoren Anton Andronic, Alfons Khoukaz, Michael Klasen und Christian Klein-Boesing (v. l.).
© Axel Puntke, IKP

Kern- und Teilchenphysiker erhalten Millionenförderung

Bundesministerium bewilligt rund 2,6 Millionen Euro für Beteiligung an Großprojekten
 
Forscher der Institute für Kernphysik und für Theoretische Physik an der Universität Münster erhalten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Förderung in Höhe von 2,6 Millionen Euro für die Experimente ALICE, CBM und PANDA sowie für begleitende theoretische Untersuchungen. Damit unterstützt das Ministerium in den kommenden drei Jahren verschiedene Arbeiten zur Erforschung der Grundbausteine der Materie und des Universums, die die Forscherteams in Großprojekten an Teilchenbeschleunigern durchführen.
Linear polarisiertes Licht durchläuft einen atomar dünnen Halbleiter in einem Magnetfeld. Die Polarisation wird dabei gedreht und leicht elliptisch (schematische Darstellung).
© Nature Communications, ISSN 2041-1723 (online); CCL

Studie zeigt: 2D-Materialien können Lichtpolarisation drehen

Deutsch-indisches Forscherteam ermöglicht Schritt zu miniaturisierten optischen Isolatoren / Für die On-Chip-Integration optischer Computertechnologien
 
Seit Jahrhunderten ist bekannt, dass sich Licht in bestimmten Situationen wie eine Welle verhält. Einige Materialien sind in der Lage, die Polarisation – also die Schwingungsrichtung – der Lichtwelle zu drehen, wenn das Licht durch das Material hindurchgeht. Diese Eigenschaft wird in einer zentralen Komponente optischer Kommunikationsnetze genutzt, die als „optischer Isolator“ oder „optische Diode“ bezeichnet wird. Diese Komponente ermöglicht die Ausbreitung des Lichts in eine Richtung, blockiert aber jegliches Licht in die andere Richtung. In einer aktuellen Studie zeigen deutsche und indische Physiker nun, dass ultradünne zweidimensionale Materialien wie Wolframdiselenid die Polarisation sichtbaren Lichts bei bestimmten Wellenlängen unter kleinen, für die Anwendung auf Chips geeigneten Magnetfeldern um mehrere Grad drehen können. Die Wissenschaftler der Universität Münster und des Indian Institute of Science Education and Research (IISER) im indischen Pune haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
18. März 2024 | Münster (upm)
18. März 2024 | Münster (upm)
Das IceCube-Labor an der Amundsen-Scott-Südpolstation in der Antarktis beherbergt die Computer, die die Rohdaten sammeln.
© Felipe Pedreros, IceCube/NSF

"Neutrinos lassen sich nur sehr schwer einfangen"

„IceCube“-Tagung in Münster: Interview mit Sprecher Ignacio Taboada über Fortschritte des Experiments
 
Physikerinnen und Physiker aus verschiedenen Ländern suchen mit dem Großexperiment „IceCube“ im Eis des Südpols nach Neutrinos. Diese schwer nachweisbaren Teilchen erreichen die Erde aus dem Kosmos. Rund 220 Angehörige des IceCube-Konsortiums treffen sich vom 18. bis 22. März zur Frühjahrstagung erstmals in Münster. Prof. Dr. Alexander Kappes und seine Arbeitsgruppe am Institut für Kernphysik der Universität Münster sind die Gastgeber. Christina Hoppenbrock sprach aus diesem Anlass mit dem Sprecher des IceCube-Konsortiums, Prof. Dr. Ignacio Taboada vom US-amerikanischen Georgia Institute of Technology, über die Herausforderungen der Neutrino-Forschung und die Fortschritten des Experiments.
13. März 2024 | Münster (upm)
13. März 2024 | Münster (upm)
Ein Mini-Modell des 10.000 Tonnen schweren ALICE-Detektors vor dem Institut für Kernphysik
© Uni MS - David Borgelt

Physiker bieten "International Masterclass" für Jugendliche an

Team lädt zu Workshop am 21. März ein / Thema ist der Beginn des Universums
 
Wie das Universum entstand, versuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt am Kernforschungszentrum CERN bei Genf herauszufinden. An der Forschung beteiligen sich auch Physiker der Universität Münster: Sie haben das Experiment „ALICE“ am Teilchenbeschleuniger LHC („Large Hadron Collider“) in Genf mit aufgebaut und werten nun Messdaten aus. Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren dürfen am 21. März gemeinsam mit den münsterschen Forschern Geheimnisse aus der Welt der kleinsten Teilchen lüften. Der Workshop – eine „International Masterclass“ – findet von 10 bis 17.30 Uhr am Institut für Kernphysik der Universität Münster, Wilhelm-Klemm-Straße 9, statt. Die Teilnahme ist kostenlos und wird schriftlich für die Schule bestätigt. Eine Anmeldung ist unter https://indico.uni-muenster.de/event/2559/ möglich.
Jörg Malzon-Jessen (Infineon Technologies AG), Dr. Shabnam Taheriniya, Prof. Dr. Gerhard Wilde und Dekan Prof. Dr. Rudolf Bratschitsch (v. l.) während der Promotionsfeier des Fachbereichs Physik, bei der der Infineon-Promotionspreis überreicht wurde.
© Uni MS - Sylvia Gurnik

Infineon-Promotionspreis für Physikerin Shabnam Taheriniya

Absolventin der Universität Münster erhält Auszeichnung für Forschung in der Materialphysik
 
Die Physikerin Dr. Shabnam Taheriniya hat für ihre exzellente Doktorarbeit an der Universität Münster den mit 3000 Euro dotierten Infineon-Promotionspreis 2024 erhalten. Während ihrer Dissertation in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gerhard Wilde am Institut für Materialphysik untersuchte sie die inneren Grenzflächen in einer neuartigen Materialklasse – den sogenannten Hochentropie-Legierungen. Der Fachbereich Physik der Universität Münster vergibt den Infineon-Promotionspreis jährlich gemeinsam mit der Infineon AG.
31. Januar 2024 | Münster (upm/ch)
31. Januar 2024 | Münster (upm/ch)
Prof. Dr. Christian Weinheimer arbeitet als Astroteilchenphysiker am Institut für Kernphysik.

"Wissenschaftliche Neugierde ist meine Triebfeder"

Christian Weinheimer ist auf der Suche nach Dunkler Materie und der Masse von Neutrinos
 
Sein Beruf als Hochschulprofessor hat ein bisschen was von einem Fußballtrainer, findet Christian Weinheimer. Wie ein Coach, der aus seiner Mannschaft das Beste herausholt, unterstützt und motiviert er die jungen Leute in seinem Team. In der AG Weinheimer geht es natürlich nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern darum, in der weltweiten Forschung vorne mitzuspielen. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, unterstreicht der Astroteilchenphysiker. Bislang sind 33 Doktorinnen und Doktoren aus der Arbeitsgruppe hervorgegangen. Viele davon haben eine akademische Karriere eingeschlagen. Manche sind schon selbst Professorin oder Professor und leiten ihr eigenes Team.