Ausstellung „Wir sind Schöpfung“

21. März bis 15. April 2025
Wüste
© Abraham Accords Institute Germany | Fotograf: Hans-Günther Kaufmann

Die Bewahrung der Schöpfung eint Juden, Christen und Muslime im gemeinsamen Auftrag, die Lebensgrundlagen des Menschen in friedlichem Zusammenleben und Toleranz zu bewahren. Die Schöpfung erinnert uns an den gemeinsamen Ursprung, der uns über alles Trennende hinweg verbindet.

Als gemeinsames Projekt der Bezirksregierung Münster, der Universität Münster, des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster, dem Beauftragten gegen Antisemitismus der Universität Münster und der Stadt Münster mit dem Abraham Accords Institute for Peace and Regional Integration, laden die Projektpartner zu einer Ausstellung mit dem Titel „Wir sind Schöpfung“ ein.

Ort: Bürgerhalle der Bezirksregierung Münster (Domplatz 1–3)
Öffnungszeiten: Montags–freitags, 816 Uhr
 


Am Freitag, 21. März 2025, eröffnete der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident a.D. Armin Laschet MdB, Regierungspräsident Andreas Bothe, Bürgermeisterin Angela Stähler und Universitäts-Prorektor Prof. Dr. Michael Quante die Ausstellung mit einer  öffentlichen Vernissage.

Freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung in Münster (v. l.): Sharon Fehr (Vorstandsmitglied des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe und Ehrenvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Münster), Abraham Lehrer (Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland), Prof. Dr. Michael Quante (Prorektor für Internationales, Transfer und Nachhaltigkeit), Stadtdechant Ulrich Messing, Bürgermeisterin Angela Stähler, der ehem. Ministerpräsident Armin Laschet MdB, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Leiter des Zentrums für Islamische Theologie), Regierungspräsident Andreas Bothe, Ludger Hiepel (Beauftragter der Universität Münster gegen Antisemitismus) und Hanim Ezder (CEO Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e. V.)
Freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung in Münster (v. l.): Sharon Fehr (Vorstandsmitglied des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe und Ehrenvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Münster), Abraham Lehrer (Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland), Prof. Dr. Michael Quante (Prorektor für Internationales, Transfer und Nachhaltigkeit), Stadtdechant Ulrich Messing, Bürgermeisterin Angela Stähler, der ehem. Ministerpräsident Armin Laschet MdB, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Leiter des Zentrums für Islamische Theologie), Regierungspräsident Andreas Bothe, Ludger Hiepel (Beauftragter der Universität Münster gegen Antisemitismus) und Hanim Ezder (CEO Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e. V.)
© Bezirksregierung Münster

Über die Ausstellung

Das Projekt umfasst eine Fotoausstellung mit neun ausgewählten großformatigen Exponaten des Fotografen Hans-Günther Kaufmann, die den Bezug der drei monotheistischen Traditionen zur Schöpfung und der Beziehung des Menschen zur Natur illustrieren. Die Fotografien kommunizieren die kulturübergreifenden Werte für eine Bewahrung des Planeten und eines verantwortlichen Umgangs mit der uns anvertrauten Umwelt. Die Ausstellung ruft überkulturell tief verankertes Wissen ab, dass der Mensch Teil eines größeren Ganzen ist, was wir heute wieder neu entdecken können.

Die Ausstellung wurde erstmals anlässlich der Eröffnung der United Nations Climate Change Conference COP28 UAE in Dubai im „Faith Pavilon“ präsentiert. Ausstellungen in Berlin, München, Aachen, Essen, Gars am Inn und Düsseldorf folgten.

Nach Münster wird die Ausstellung zu Pfingsten im Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo nach Rom reisen. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Vortragsreihe zur Ausstellung „Wir sind Schöpfung“

Ethische Grundlagen der abrahamitischen Religionen. Impulse zur Bewahrung der Schöpfung und zum Umgang mit Vielfalt

Die Ausstellung und die Vortragsreihe zielen darauf ab, über die ethischen Grundlagen der abrahamitischen Religionen und deren Verantwortung im Umgang mit der Umwelt und der Bewahrung der Schöpfung zu reflektieren.

In den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam finden wir ein überkulturell verbindendes Element: Die Aufforderung, sich der Umwelt und dem Planeten gegenüber mit Dankbarkeit, Demut und Verantwortungsbewusstsein zu verhalten. Diese ethischen Prinzipien bieten einen wichtigen Rahmen für die Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels. 

Der Nahe Osten ist weltweit eine der am stärksten durch die Auswirkungen des Klimawandels bedrohten Regionen. Die Staaten der Region können auf ein gemeinsames Erbe von Werten zurückgreifen, das den Menschen und die Gesellschaft zur Verantwortung für den Umgang und die Bewahrung der Umwelt anregt. Der Abraham-Prozess basiert auf der Erkenntnis, dass große Zukunftsthemen wie der Kampf gegen den Klimawandel, die Dekarbonisierung von Volkswirtschaften und die Abmilderung der Folgen des Klimawandels nur durch internationale Zusammenarbeit gemeistert werden können.

In der Vortragsreihe werden drei Perspektiven – muslimisch, jüdisch und christlich – in jeweils einem Vortrag präsentiert und bieten Raum für interreligiöse Diskussionen und einen intensiven Austausch:

7. April 2025, 14 Uhr | Dr. Deborah Williger
„Wir sind Schöpfung – Ethische Grundlagen der abrahamitischen Religionen.
Impulse zur Bewahrung der Schöpfung und zum Umgang mit Vielfalt aus jüdischer Perspektive

8. April 2025, 18 Uhr | Prof. Dr. Simone Sinn
„Wir sind Schöpfung – Ethische Grundlagen der abrahamitischen Religionen.
mpulse zur Bewahrung der Schöpfung und zum Umgang mit Vielfalt aus christlicher Perspektive

9. April 2025, 14 Uhr | Prof. Dr. Mouhanad Khorchide 
„Wir sind Schöpfung – Ethische Grundlagen der abrahamitischen Religionen.
Impulse zur Bewahrung der Schöpfung und zum Umgang mit Vielfalt aus muslimischer Perspektive

Alle Vorträge finden im Saal 1 der Bezirksregierung Münster (Domplatz 13) statt. Jeder Vortrag wird mit einer anschließenden Diskussionsrunde abgeschlossen, in der das Auditorium die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen und sich in den interreligiösen Dialog einzubringen.

Zur obligatorischen Anmeldung

Programm zum Abschluss der Ausstellung „Wir sind Schöpfung“

Für zwei Veranstaltungen zum Abschluss der Ausstellung „Wir sind Schöpfung“ gibt es zudem eine Kooperation mit dem Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.

14. April 2025, 19 Uhr | Prof. Dr. Stephan Grigat
„Vom Mufti zu Abraham: Geschichte der arabisch-israelischen Annäherung seit 1948“

15. April 2025, 18 Uhr 
Podiumsdiskussion
Weitere Informationen folgen

Zur obligatorischen Anmeldung