Mara Hoogendoorn

Warum hast du dich für den Masterstudiengang Niederlande-Deutschland-Studien entschieden?
In meinem Bachelor habe ich an der Radboud Universität Nimwegen International Business Communication studiert. Unterteil dieses Studiengangs waren Kurse zu einem Fokusgebiet und einer Fokussprache, in meinem Fall Deutsch(land). Da mir die Kurse zur interkulturellen Kommunikation am besten gefielen, wollte ich meine Kenntnisse zur deutsch-niederländischen Kommunikation gerne vertiefen. Weil ich mit dem Jahr in Münster auch die Möglichkeit sah, meine deutschen Sprachfertigkeiten weiter zu verbessern und die Vielfalt der Kurse zu verschiedenen Themen wie Politik, Kultur und Recht sehr ansprechend wirkten, habe ich mich für den Masterstudiengang entschieden.
In welchem Jahr hast du deinen Abschluss gemacht?
Meinen Abschluss habe ich 2024 gemacht; im Oktober habe ich meine Masterarbeit eingereicht.
Auf welchen Wegen hast du nach deinem Studienabschluss nach einer Stelle gesucht?
Ich habe bei Stellenportalen wie werkenvoornederland.nl gesucht. Zudem folgte ich auf LinkedIn schon einige Monate im Voraus Organisationen, die ich interessant fand, damit ich es bemerke, wenn sie neue Stellenangebote haben.
In welchem Bereich (warst du bisher und) bist du heute tätig?
Ich bin bei der Sicherheitsregion Limburg-Nord (VRLN) als Beraterin Krisenmanagement für die internationale Zusammenarbeit, vor allem zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen, tätig. In der Praxis bin ich vor allem beschäftigt mit meiner Funktion als Junior-Projektleiterin der Interreg-Projekte ERMWIC (Euregionales Rhein-Maas-Waal Notfall-Einsatz- und Krisenmanagement) und Natu(u)rbrandmanagement, von denen die VRLN Leadpartner ist. Ich bin unter anderem zuständig für die Projektkonsortiumssitzungen, das Monitoring der Arbeitspakete, die Organisation von Symposien und den Kontakt mit der Förderinstanz Interreg, damit die Mittelabrufe genehmigt und die Fortschrittsberichte begutachtet werden. Darüber hinaus bin ich auch inhaltlich an den Projekten beteiligt, vor allem beim Arbeitspaket von ERMWIC für grenzüberschreitende regionale Risikoanalyse in der Gefahrenabwehr.
Welche Kompetenzen aus deinem Studium benötigst du heute am meisten?
Die allgemeinen Kompetenzen in Bezug auf interkulturelle Kompetenz sind für meine Arbeit sehr hilfreich, da ich täglich mit niederländischen und deutschen KollegInnen zusammenarbeite. Auch meine deutschen Schreib- und Sprachfähigkeiten sind sehr nützlich, sowohl bei der Kommunikation mit deutschen KollegInnen, als auch bei der Übersetzung für niederländische KollegInnen. Die Fächer zur Politik und Kultur haben mir wertvolles Hintergrundwissen gegeben.
Hast du noch einen persönlichen Ratschlag für die Studierenden und Absolventen dieses Faches?
Vor allem, wenn ihr mit einer größeren Gruppe aus dem gleichen Land seid, ist es sehr wichtig, Kontakte im Ausland zu knüpfen. Verwendet die Zeit im Ausland, um in die Sprache und Kultur einzutauchen. Für die Jobsuche würde ich empfehlen, euch rechtzeitig umzuschauen, welche interessante Organisationen es gibt. Schaut dabei auch gerne weiter als nur auf die bekannten deutsch-niederländischen Organisation; in welchem Bereich man auch Interesse hat, es gibt immer deutsch-niederländische Verknüpfungen!