Neue Bücher

Der Mitglieder der Forschungsstelle Brief
© De Gruyter

Brief und Bildung

Von der Antike bis zur Moderne

Der erste Band der neuen Reihe „Epistula“ über das Thema „Brief und Bildung“ beleuchtet die vielfältigen Zusammenhänge zwischen der Gattung Brief und einer als Überbegriff für Erziehung, Ausbildung und Gelehrsamkeit verstandenen Bildung aus einer transkulturellen und diachronen Perspektive. Bildung und Briefe hängen auf unterschiedliche Weisen zusammen: Vom „Brief als Bildung“ kann man sprechen, insofern Briefe im Blick auf Sprache und Stil unterschiedliche Grade von Bildung spiegeln, vom Grundlagenniveau der Lese- und Schreibkompetenz bis hin zu höchster Gelehrsamkeit. Ferner kommt „Bildung im Brief“ zur Sprache, wenn Bildungsziele und -inhalte sowie Techniken und Methoden zu deren Erwerb oder auch Kontroversen darüber explizit Thema eines Briefes sind. Schließlich findet „Bildung durch Briefe“ statt, da diese literarische Gattung in besonderer Weise dazu dient, Bildungsprozesse anzuregen und anzuleiten, die aufgrund der engen Bindung von Bildung an deren individuelle Aneignung meist auf Persönlichkeits- und Selbst-Bildung zielen. Die Beiträge aus zahlreichen Fachdisziplinen erörtern diese Facetten des Verhältnisses von „Brief und Bildung“ aus verschiedenen Perspektiven von der Antike bis zur Moderne.

© De Gruyter

Cicero, Paul and Seneca as Transformational Leaders in their Letter Writing

This commentary offers the reader a set of letters (or letter parts) written by Cicero, Paul, and Seneca, which have been selected against the Transformational Leadership categories of ‘idealised influence’, ‘inspirational motivation’, ‘intellectual stimulation’, and ‘individualised consideration’.
Chapter 1 offers introduction into authors and theory: all three letter writers are considered as ancient leadership figures composing leadership letters. The letters selected are presented in original text facing a translation (Chapter 2).
Chapter 3 provides analysis and discussion of each letter, and aims to introduce the reader to the historical and literary contexts before reading the letter through the lenses of Transformational Leadership theory.
Chapter 4 sums up the findings on each letter and each letter writer in light of Transformational Leadership and its categories.
The volume is aimed at all those who are studying the function of ancient letter-writing – especially the letters of Cicero, Paul, or Seneca.

© De Gruyter

Epistula – Studies on Ancient Letter Writing

Die Buchreihe Epistula gibt Studien und Editionen zur antiken Briefkultur ein Forum. Dabei steht der Brief unter produktions- und rezeptionsgeschichtlichen, gattungs- und literaturgeschichtlichen sowie ideen- und kulturgeschichtlichen Aspekten im Zentrum des Forschungsinteresses.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Interpretation der griechischen und lateinischen Briefe und Briefcorpora. Die antike Briefkultur wird dabei aus der Perspektive mehrerer Disziplinen erforscht: Klassische Philologie, Alte Geschichte, Papyrologie, Judaistik, Neutestamentliche Wissenschaft, Patristik, Byzantinistik, Philosophie und Literaturwissenschaft.

© Mohr Siebeck

Who was 'James'?
Essays on the Letter's Authorship and Provenance

 

Dieser Band greift die aktuelle Debatte über das literarische Profil und den Autor des Jakobusbriefes auf. Die Aufsätze geben neue Einblicke in das literarische Konzept und das Autorenprofil des Jakobus und stellen den Brief in den Kontext einer entstehenden christlich geprägten Literaturkultur.

 

Den Band Who was 'James'?  finden Sie unter folgendem Link.

Dynamiken der Briefform bei Hieronymus

Dieses Buch beschäftigt sich mit literarischen Form- und Gattungsfragen in dem vielseitigen und umfangreichen Briefkorpus des Hieronymus. Seine Briefe enthalten häufig Anspielungen auf andere Gattungen und sind reich an inkorporierten Formen. Aufgrund der Heterogenität des Korpus stellt sich die Frage, was genau die Dynamiken dieser Briefe ausmacht und wie man sie beschreibbar machen kann. Der Fokus dieser Arbeit liegt darauf, die Fülle der in den jeweiligen Brief eingefügten generischen Formen aufzuzeigen und damit genau die Dynamik, die das Unklassifizierbare der Hieronymus-Briefe hervorruft, zugänglich zu machen.

Zu diesem Zweck werden sogenannte Gattungsmodi herausgearbeitet und beschrieben. Es wird untersucht, wie diese im Brief zur Anwendung kommen und wie sie vom Sprecher reflektiert werden. Die Analyse angrenzender Phänomene ergänzt die Untersuchungen der Modi. Beide zusammen erlauben neue Rückschlüsse auf das Zusammenspiel von Modus und Gattung und ergänzen gegenseitig den Blick auf die Dynamiken der Briefform bei Hieronymus.

Das Werk finden Sie hier.