Geht es um die religiöse Gegenwartslage, ist fast immer vom ‚religiösen Feld‘ die Rede – zumeist allerdings in metaphorischer Art. Das ‚religiöse Feld‘ ist aber mehr als eine Metapher: Es handelt sich um soziologisches Konzept mit hohem analytischem Potential für die Religionsforschung. Es geht zurück auf den französischen Soziologen Pierre Bourdieu (1930–2002), der seine Theorie sozialer Felder seit den 1960er Jahren entwickelt hat. Ein Ideengeber dabei war Max Weber. In kritischer Auseinandersetzung mit ihm hat Bourdieu ein konflikttheoretisches Konzept von Religion entwickelt..
Ziele des Seminars ist, durch eine intensive Lektüre einschlägiger Texte Bourdieus seinen feldtheoretischen Ansatz allgemein sowie seinen Entwurf des ‚religiösen Feldes‘ zu rekonstruieren und dessen religionswissenschaftliches Potential zu diskutieren.
- Lehrende/r: Hannah Geimer
- Lehrende/r: Astrid Reuter