Unter Prosodie (von altgr. prosodía "das Hinzugesungene") versteht man jenen Teil der gesprochenen Sprache, die "oberhalb" der Einzellaute angesiedelt sind. Dazu zählen unter anderem die Phänomene Rhythmus und Phrasierung, Intonation und Satzmelodie, Wort- und Satzakzent sowie lexikalischer Ton. Sprachen der Welt unterscheiden sich erheblich darin, wie sie die prosodischen Strukturen einsetzen und welche Funktionen ihnen jeweils zugewiesen sind.

Dieses Seminar verfolgt einen doppelte Strategie. Zum einen werden die grundlegenden Konzepte der Prosodieforschung eingeführt und ein Überblick über die relevanten Forschungsbereiche gegeben. Der Schwerpunkt wird dabei auf einem sprachvergleichenden Zugang liegen, sodass die Studierenden einen Einblick in die hohe Diversität der Sprachen der Welt bekommen. Zum anderen wird dem theoretischen Teil ein praktischer Teil folgen, in welchem einzelne Aspekte der Prosodieforschung von den Studierenden selbst erprobt werden kann. Die dazu notwendigen Daten sowie die Software wird im Rahmen des Seminars zur Verfügung gestellt.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2024/25