Zusammenfassung
Das Seminar richtet sich in erster Linie an Studierende ohne vorherige Kenntnisse, die ein Interesse daran haben, sich mit dem Themenkomplex der russischen Geopolitik im postsowjetischen Raum auseinanderzusetzen.
Angeregt durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 widmet sich das Seminar der russischen Geopolitik im postsowjetischen Raum. Ziel des Seminars ist es, die komplexe Natur des russischen Vorgehens in groben Zügen zu erfassen und gegebenenfalls in einen tieferen Bedeutungskontext einordnen zu können. Hierzu erfolgt eine erste Analyse verschiedener, völkerrechtlich nicht anerkannter De-facto-Regime im postsowjetischen Raum: von Abchasien bis Transnistrien. Die Russische Föderation fungiert in allen diesen Regionen als maßgeblicher Unterstützer zur Aufrechterhaltung staatsähnlicher Strukturen. Da sich die Thematik hauptsächlich auf territoriale Machtansprüche und die Kontrolle bestimmter Räume konzentriert, liegt der Schwerpunkt des Seminars auf den geopolitischen Aspekten der russischen Außenpolitik. Die Kritische Geopolitik bildet hierbei den theoretischen Rahmen.
Es werden keine Vorkenntnisse zur Kritischen Geopolitik vorausgesetzt. Grundlegende Kenntnisse in politischer Theorie sind zwar nützlich, jedoch nicht zwingend erforderlich. Teilnehmer*innen ohne vorherige theoretische Erfahrung sind ebenfalls willkommen!
Die Teilnahme am Seminar erfordert jedoch eine aktive Beteiligung an den Diskussionen während der Veranstaltung. Darüber hinaus ist die Bereitschaft zum Lesen der Texte zu den jeweiligen Themen unerlässlich, da sie als Grundlage für die strukturierten Plenumsdiskussionen dienen.
Studienleistung: Präsentation mit Diskussionsthesen und Moderation der Diskussion
Prüfungsleistung: Präsentation + Hausarbeit
Zur Einführung:
Helmig, Jan (2007): Geopolitik - Annäherung an ein schwieriges Konzept. In: APUZ 20-21/2007 (http://www.bpb.de/apuz/30477/geopolitik-annaeherung-an-ein-schwieriges-konzept?p=all).
- Lehrende/r: Shana Recken